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Hinter den Kulissen6 Min. Lesezeit

Das einfachste Tool meiner App war das erste, das Google mochte

Ich habe wochenlang an KI-Bildbearbeitung gebaut. Google interessierte sich zuerst für den Bildkompressor.

Das einfachste Tool meiner App war das erste, das Google mochte

Als ich Lumli gebaut habe, dachte ich, dass die KI-Retusche das erste große Feature sein würde.

Sie war technisch am spannendsten: lokale Modelle, Web Worker, Speichergrenzen und Objektentfernung direkt im Browser.

Der Kompressor war dagegen fast unspektakulär. Ein praktisches Tool, um Bilder kleiner zu machen, bevor man sie verschickt, hochlädt oder veröffentlicht.

Google sah es anders

Kurz nach dem Launch tauchten die ersten Signale in der Search Console auf. Nicht für Retouch. Nicht für AI. Nicht für Background Removal. Sondern für Compress.

Menschen suchen oft nicht nach dem technisch schwierigsten Feature, sondern nach dem schnellsten Weg aus einem kleinen Problem.

Die Lektion

  • Ein einfaches Tool kann ein sehr häufiges Problem lösen.
  • Nützlichkeit ist sichtbarer als technische Komplexität.
  • Gute Software fühlt sich oft klein an, weil sie ein Problem schnell beendet.
  • Die anspruchsvollen Teile bleiben wichtig, aber sie müssen dem Alltag dienen.

Seitdem baue ich Lumli stärker aus der Frage heraus: Welches Problem löst jemand heute wirklich? Manchmal ist die Antwort KI. Manchmal ist sie einfach ein kleinerer Bildexport.

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